PhytoVital-Maeusedorn

Produktinformationen

wasserloeslicher Extrakt aus Maeusedorn

Artikel: 1352

Parameter Limit Unit Method
Aussehen klar
Trockengehalt min. 3,5 %
pH 4,5 - 6,5
Farbe gelblich

Konserviert mit Ethanol (enthaelt keine Glykole)

INCI CAS EINECS Anteil%
Ruscus Aculeatus Root Extract 84012-38-4 281-682-9 20-40
Aqua 7732-18-5 231-791-2 50-70
Alcohol denat. 64-17-5 200-578-6 10-24
INCI
CAS
EINECS
CoS /TSE
Zolltarif Nr. 1302 19 70

Ruscus Aculeatus oder volkstuemlich Maeusedorn, Stechmyrte, Mausdorn oder Stachelmyrte genannt, ist hauptsaechlich in West- und Suedeuropa anzutreffen, wo er in Waeldern und Gebueschen waechst. Der Maeusedorn ist ein kleiner, immergruener Strauch, der im Unterholz von Gebueschen und Waeldern waechst. Seine harten, mit einer stechenden Spitze versehenen, blattartigen Kurztriebe (Phyllokladien) bilden ein schwer durchdringbares Gestruepp. Die eigentlichen Blaetter sind auf kleine Schuppen reduziert. Die Blueten und die roten Beeren findet man auf der Oberseite dieser Phyllokladien einzeln oder zu wenigen vereint in der Achsel eines Hochblattes. Der Maeusedorn passt sich der Trockenheit an, vertraegt aber keinen Frost. Seine heilkraeftige Wirkung war schon dem altgriechischen Arzt Dioskurides bekannt. Benutzt werden die Phyllokladien und der schiefe, knotige Wurzelstock, der einen schwachen Terpentingeruch ausstroemt. Als Wirkstoffe konnten in Ruscus Aculeatus Harz, Saponin, Kalzium, Kalium, Phytosterin, kleine Mengen an Aetherischen Oelen, Tannine und Ruscogine nachgewiesen werden. Er soll harntreibend, fiebersenkend und vor allem auf das Blutgefaesssystem tonisch wirken, mehr noch als die Rosskastanie. Der Extrakt kommt vorwiegend bei chronisch-venoeser Insuffizienz zum Einsatz, waehrend die isolierten Sapogenine bei Haemorrhoiden angewandt werden. Bekannt ist der Maeusedorn schon seit der Antike. Uebereinstimmend beschrieben Plinius, Dioskurides und Galenus von Pergamon die Wirkung eines Auszuges von Blaettern und Fruechten mit Wein bzw. die Abkochung der Wurzel als harntreibend, menstruationsfoerdernd, Blasenstein zertruemmernd und wirksam gegen Gelbsucht und Kopfschmerz. Auch eine aeusserliche Anwendung bei Wunden und Geschwueren wird genannt (meist im Gemisch mit anderen Drogen). Im Mittelalter war der Maeusedorn in der Volksmedizin aeusserst beliebt und wurde auch in den offiziellen Arzneischatz aufgenommen. Zwischenzeitlich geriet er in Vergessenheit. Das Interesse wurde erst in den 50er Jahren wiedergeweckt und die Venenwirksamkeit wissenschaftlich untersucht und belegt. In allen Studien wurde die hervorragende Vertraeglichkeit der Ruscus-Praeparate sowohl von Therapeuten als auch von den Patienten betont. Entsprechend wurde auch eine Therapieempfehlung "Zur unterstuetzenden Therapie von Beschwerden bei chronisch venoeser Insuffizienz wie Schmerzen und Schweregefuehl in den Beinen, naechtliche Wadenkraempfe, Juckreiz und Schwellungen. Unterstuetzende Therapie von Beschwerden bei Haemorrhoiden wie Juckreiz, Brennen" ausgesprochen. In der kosmetischen Anwendung findet der Maeusedorn in Produkten, die eine entzuendungshemmende und normalisierende Wirkung auf den peripheren Blutkreislauf und bei Hautroetungen haben, seinen Einsatzbereich. PhytoVital - Maeusedorn enthaelt keine synthetischen Konservierungsmittel. Ein eventuell auftretender Niederschlag, sowie die Moeglichkeit einer leichten Nachdunkelung liegt in der Natur dieses Produktes und hat keinen negativen Einfluss. In dunklen und verschlossenen Behaeltern ist PhytoVital - Maeusedorn bei kuehler Lagerung mindestens ein Jahr haltbar. Die Aktivsubstanzen in allen natuerlichen Produkten sind von Erntezeit und Klima abhaengig. Die moderne Phytotherapie hat dieses Problem soweit wie moeglich geloest, indem die Produkte standardisiert werden, um eine exakte Reproduktion zu erhalten. Da die Wirkung eines Extrakts, ebenso wie auch die anderer Wirkstoffe, von der Zusammensetzung des Fertigprodukts mitbestimmt wird, sollte der Wirkungsgrad des Extrakts in der Endformulierung festgestellt werden. Reference Zeitschrift fuer Phytotherapie, 10, 21, 2000. Der stechende Maeusedorn - Ruscus aculeatus L (van Rensen, Irmgard): Enzykloppaedie der Heilpflanzen, Neuer Kaiser Verlag - Klagenfurt 1994/ Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg - Berlin 2000; E. Teuscher, Biogene Arzneimittel, 5. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1997; R. Haensel, O.Sticher, E. Steinegger, Pharmakognosie - Phytopharmazie, Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1999, Hoppe, Taschenbuch der Drogenkunde, Verlag Walter de Gruyter, Berlin - New York 1981

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